Die Schützengesellschaft 1898 Thumsenreuth hielt ihre Jahreshauptversammlung im Schützenhaus ab und konnte dabei auf ein insgesamt erfolgreiches und arbeitsreiches Vereinsjahr zurückblicken. Vorsitzender Horst Bauer begrüßte die anwesenden Mitglieder und Ehrengäste und stellte in seinem Bericht die stabile Entwicklung des Vereins heraus. Mit aktuell 359 Mitgliedern bewegt sich die Gesellschaft weiterhin auf konstant hohem Niveau. Besonders betonte Bauer die gute und harmonische Zusammenarbeit innerhalb der Vorstandschaft, deren Sitzungen im Hybridmodus abgehalten werden und so eine flexible Teilnahme ermöglichen.
Ein Schwerpunkt lag erneut auf umfangreichen Investitionen in die Vereinsanlage. So wurde nach dem Abriss des Bauhofs die freigelegte Außenwand verputzt, wofür auch ein finanzieller Zuschuss der Gemeinde gewährt wurde. Ebenso schreiten die Renovierungsarbeiten am Feuerwaffenstand weiter voran, während das gesamte Schützenhaus mittlerweile auf moderne LED-Technik umgestellt ist. Aktuell steht der Austausch der Theke im Wirtshaus im Mittelpunkt, dessen Finanzierung unter anderem durch ein erfolgreich abgeschlossenes Crowdfunding-Projekt gemeinsam mit der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz gesichert werden konnte.
Neben den baulichen Maßnahmen blickte der Vorsitzende auch auf ein lebendiges Vereinsleben zurück. Das Gartenfest erwies sich erneut als großer Erfolg – insbesondere dank der zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die mit ihrem Einsatz maßgeblich zum Gelingen beitrugen. Veranstaltungen wie das Muttertagsschießen sowie das Sau- und Gansschießen erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit in der Bevölkerung. Auch der Vereinsausflug wurde als voller Erfolg gewertet, wofür Bauer insbesondere dem Organisator Volkmar Sirtl mit seiner Frau Martina dankte. Die Schallkanone war im vergangenen Jahr ebenfalls mehrfach im Einsatz und trägt zur Pflege der Tradition bei. Positiv hervorgehoben wurde zudem die reibungslose Zusammenarbeit mit den neuen Wirtsleuten Katrin, Lars und Axel Grünert. Besonders stolz zeigte sich Bauer über die sportlichen Erfolge, vor allem die Medaillengewinne der Jugend bei der Deutschen Meisterschaft. Abschließend dankte er allen Sponsoren sowie der gesamten Vorstandschaft für die engagierte und harmonische Zusammenarbeit.
Sportleiterin Michaela Haubner berichtete von einem intensiven Wettkampfjahr. In der Saison 2024/2025 gingen insgesamt 13 Mannschaften mit 77 Positionen an den Start. In der Bundesliga konnte der 10. Platz erreicht und die Klasse gehalten werden. In der aktuell laufenden Saison hingegen belegt die Mannschaft den letzten Tabellenplatz. Während die erste Luftpistolenmannschaft künftig nicht mehr gemeldet wird, stabilisierte sich die zweite Mannschaft nach einem Intermezzo in der Bayernliga wieder in der Landesliga. Mit der Luftpistole sind die Thumsenreuther auch in der Bezirksoberliga und in den darunterliegenden Ligen stark vertreten. Im Luftgewehrbereich gelang der ersten Mannschaft der Aufstieg in die Landesliga, weitere Teams sind erfolgreich in Bezirks- und Kreisligen aktiv.
Als besonderes Highlight schilderte Haubner einen Wettkampftag, an dem gleich mehrere Mannschaften parallel im Einsatz waren, darunter auch ein Heimwettkampf in der Bundesliga – eine organisatorische und sportliche Meisterleistung des Vereins. Auch bei den Meisterschaften konnte die SG Thumsenreuth überzeugen: 103 Teilnehmer bei der Vereinsmeisterschaft, 108 Meldungen bei der Gaumeisterschaft sowie zahlreiche Spitzenplatzierungen, darunter die Titel von Jugendkönig Maximilian Bocka und Gau-Liesl Melanie Fröhlich. Auf Landesebene wurden 52 Starts verzeichnet, bei der Deutschen Meisterschaft gingen neun Schützen in 16 Starts an den Start und erzielten beachtliche Erfolge, darunter Gold und Bronze.
Jugendleiter Jakob Tretter ließ das vergangene Jahr der Nachwuchsschützen Revue passieren. Neben zahlreichen Aktivitäten wie Ostereierschießen, Zeltlager oder Kürbisschnitzen engagierten sich die Jugendlichen auch intensiv im Wettkampfgeschehen. Sieben Jungschützen qualifizierten sich für die Deutsche Meisterschaft, wo unter anderem eine Gold- sowie eine Bronzemedaille errungen wurden. Insgesamt zeigte sich die Jugendabteilung sowohl sportlich als auch gesellschaftlich sehr aktiv und erfolgreich.
Kassier Daniel Bär stellte die finanzielle Situation des Vereins dar. Aufgrund der umfangreichen Investitionen musste das Jahr 2025 zwar mit einem Defizit abgeschlossen werden, jedoch bestätigten die Kassenprüfer eine einwandfreie Kassenführung, woraufhin die Vorstandschaft einstimmig entlastet wurde.
Nachgeholt wurden zudem Ehrungen für Mitglieder, die am Ehrenabend verhindert waren. Für ihre 25-jährige Vereinstreue wurden dabei Melanie Fröhlich, Roland Tröger, Karl-Heinz Naber und Roland Joas ausgezeichnet.
In den Grußworten würdigte Gauschützenmeister Norbert Lippert die sportlichen Erfolge der Thumsenreuther Schützen und ging zugleich auf die Herausforderungen im Gau ein. Zweiter Bürgermeister Herbert Mattes lobte die Tatkraft und das außergewöhnliche Engagement des Vereins und betonte die große Wertschätzung seitens der Gemeinde. Als langjähriger Schütze wisse er um den hohen Einsatz, der hinter einem solch aktiven Vereinsleben stehe.